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Deportees Emergency Reception and Support

Nach Nigeria Abgeschobene werden nach der Ankunft auf dem Flughafen Lagos sich selbst überlassen. Nach dem Abschiebung bleibt meist nur die Straße. Besonders katastrophal ist diese Situation für Frauen, Kinder und Kranke. Die haben keinen Platz, wo sie hin können. Für sie gibt es weder eine Anlaufstelle noch Notunterstützung wie Übernachtungsmöglichkeiten usw. Für die Abgeschobenen gibt es keinerlei Hilfe.

Unser Versuch, kurzfristige Unterkünfte aus bestehenden Hilfsprojekten zu organisieren, wurde stets abgelehnt, da die verfügbaren EU finanzierten Unterkünfte auf die Unterstützung der “freiwilligen” Rückkehrer beschränkt sind. Diese Ablehnung betraf immer auch die Kinder der Abgeschobenen. Und die nigerianischen Behörden entziehen sich ihrer Verantwortung.

Wir haben deshalb seit August 2019 ein Projekt DERS “Deportees Emergency Reception and Support”  gestartet. Seither haben wir die Ankunft von sieben Abschiebeflügen beobachtet und einige Abgeschobene begleitet und unterstützt: Wir haben Familien oder FreundInnen der Abgeschobenen informiert; wir haben für Frauen, Kinder und Kranke vorübergehende Unterkünfte in Hotels organisiert; wir haben ihnen zugehört, Kontakte hergestellt und weitervermittelt.

Da Bund und Ländern anscheinend das gemeinsame Ziel haben, die Abschiebungen nach Nigeria mit allen Mitteln durchzusetzen und die Zahl der Abgeschobenen zu erhöhen, müssen wir monatlich mit mindestens zwei Abschiebeflüge nach Nigeria rechnen. Wir können unsere Arbeit nur mit Ihrer Unterstützung fortsetzen.

Dringend wollen wir eine Anlaufstelle und Notübernachtungsplätze insbesondere für Frauen und Kinder einrichten. Dafür rechnen wir im ersten Jahr 2020 mit Kosten von etwa 20.000 Euro.

Das Anlaufstelle soll unsere Aktivitäten besser koordinieren und auch eine günstigeres Umfeld für die Interaktion mit den Abgeschobenen herstellen.

Wir bitten um Ihre Spende auf das GLS Bank Konto;

Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V

IBAN:DE80 4306 0967 7033 0742 00

BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: Kranke u. Abgeschoben

Selbstverständlich sind Ihre Spenden steuerlich absetzbar

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DERS ist ein gemeinsames Projekt des lokalen nigerianischen Bündnisses NCMC (Network for critical migration consciousness”) und des Stuttgarter Network Refugees4Refugees (Verein Flüchtlinge für Flüchtlinge).

Anlass des Projekts sind die andauernden und zunehmenden Abschiebeflüge nach Nigeria und die daraus folgenden Konsequenzen für die Abgeschobenen, die in der Regel im Cargo Bereich des Flughafens Lagos schutzlos abgesetzt werden.

DERS wird bei jedem Sammelabschiebeflug, von dem es über Netzwerke erfährt, mit seinem Team vor Ort sein und erste Nothilfe leisten. Einst selbst Deportierte in unserem Team können an ihren Erfahrungen anknüpfen, um mit den Abgeschobenen ein Verständnis für ihre Situation zu entwickeln.

DERS hört den Abgeschoben zu und dokumentiert ihre Berichte über Misshandlungen bei der Abschiebung. DERS macht auch die Situation der Abgeschobenen sichtbar und fordert von der nigerianischen Regierung ihre Verantwortung für die Abgeschobenen anzuerkennen.

DERS bemüht sich um die Freilassung von durch die Sicherheitsbehörden des Flughafens inhaftierte Abgeschobene. Nach bisherigen Erfahrungen waren solche Inhaftierungen meist auf falsche Informationen zurückzuführen, die von den Sicherheitsbeamten der Abschiebeländer übermittelt wurden.

Wir bieten Unterstützung für Abgeschobene, die noch offene rechtliche Verfahren und Prozesse im Abschiebeland haben oder die gegen ihre Abschiebehaft oder gegen ihre Abschiebung klagen wollen und dergleichen mehr.

Weitere organisiert DERS PatInnen für die abgeschobenen Kinder, um ihnen schnell wieder einen Zugang zur Schule und eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Migration ist kein Verbrechen! Auch Abgeschobene haben Rechte.